Was bleibt übrig von Budget in Deutschland?

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Aktuell,Autovermieter
Ende August musste der Autovermieter Budget unter der Lizenz von Robert Straub den Geschäftsbetrieb einstellen. 150 Filialen mit rund 650 Mitarbeitern waren von der Insolvenz betroffen. Wie es mit Budget weitergeht bleibt fraglich. Das Unternehmen ist zwar vom Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz schon in Teilen zerschlagen worden, um wenigstens einen Teil zu retten. Ob aber die Marke Budget in Deutschland überleben kann, ist fraglich. Bisher gab es mehrere Teilverkäufe der Stationen, unter anderem an den Mitbewerber Buchbinder. Für die verbleibenden 60 bis 80 Budget-Stationen und die etwa 100 Mitarbeiter soll zeitnah eine Lösung gefunden werden. Wie diese aussehen wird, bleibt fraglich

Budget war mit 6.500 PKW und 1.000 LKW der fünftgrößte Autovermieter Deutschlands. Mit über 24.500 Mitarbeitern, 189.000 Fahrzeugen und rund 3.400 Stationen in 128 Ländern liegt Budget weltweit auf Platz 3 der Autovermieter. Im September 2007 erst hatte die Robert Straub GmbH im Rahmen eines Joint Venture das operative Geschäft übernommen und war Hauptlizenznehmer der Marke Budget. Der Unternehmer hatte die ehrgeizigen Pläne, zusammen mit Budget zur Nummer drei in Deutschland aufzusteigen. Allerdings sind diese Pläne gescheitert. Das endgültige Aus kam, nachdem Verhandlungen mit fast 60 potenziellen Übernahmekandidaten gescheitert waren. Grund war  die Verlustsituation bei Budget, die nicht behebbar war. Die Investoren hätten ein Volumen von 100 Millionen Euro aufbringen müssen. Unter den Interessenten waren nach Aussage von Arndt Geiwitz strategische und Finanzinvestoren gewesen, aber keine direkten Mitbewerber wie Sixt oder Europcar.