Hertz übernimmt den Rivalen Dollar Thrifty

Kategorie
Hertz

hertz-thrifty
Die milliardenschwere Übernahme von Thrifty durch den Autovermieter Hertz schafft neue Machtverhältnisse am hart umkämpften US-Markt der Autovermieter. Hertz steigt damit zum zweitgrößten Autovermieter des Landes auf. Das könnte auch Auswirkungen auf Europa haben.

Rund 1,2 Mrd. US-Dollar lässt sich Hertz die Übernahme des Autovermieters kosten, um damit seine internationale Präsenz auszubauen. Mit rund 9800 Anmietstationen auf sechs Kontinenten überholt Hertz den Wettbewerber Avis Budget und wird zum zweitgrößten US-Mietwagenanbieter hinter Enterprise Holdings, der hinter den Marken Alamo und National steht. In Deutschland wird sich derzeit nicht viel an der Aufteilung des Mietwagen-Kuchens ändern. Ob sich das in Zukunft ändert, wird sich erst noch zeigen. Eines ist jedoch klar: Die Fusion gilt als Zeichen für einen Aufschwung auf dem Mietwagenmarkt, der in der Rezession einbrach. 
"Das Zusammenführen von Hertz und Dollar Thrifty ist ein exzellenter strategischer Schritt", sagte Hertz-Chef Mark P. Frissora. Dollar Thrifty habe eine starke internationale Präsenz. Hertz könne die bekannten Marken "Dollar Rent a Car" und "Thrifty Car Rental" dafür nutzen, die eigene Expansionsstrategie schneller umzusetzen.Vor allem in dem Privatkunden-Bereich, die in der Freizeit Mietwagen nutzen, sieht Hertz als eine gewinnbringende Zielgruppe an. An Wochentagen sind rund 95 Prozent der Hertz-Flotte vermietet, während an Wochenenden die Auslastung nur bei 30 bis 40 Prozent liege, sagte Hertz-Chef Mark P. Frissora. Hingegen sei Thrifty auf das Geschäft mit Urlaubsreisenden spezialisiert und weise besonders am Wochenende eine hohe Auslastung auf.


Die Mietbewerber in Deutschland sehen der Fusion derweil gelassen entgegen: "Auf das europäische Geschäft habe die Übernahme in den USA zunächst keine Auswirkungen", sagte eine Sprecherin von Europcar in Deutschland der FTD.